Pinienkerne kennt jeder. Zumindest in Form von klassischem Pesto. Darin sind die kleinen Kerne nämlich unverzichtbar. Dass Pinienkerne aber weitaus mehr können als guten Geschmack und Konsistenz zu verleihen, wissen bei uns nur wenige. Im Mittelmeerraum sowie im Orient begegnet man ihnen dagegen weitaus öfter als hierzulande. Wir verraten euch warum auch wir sie öfter verzehren sollten.


 

Wo wachsen Pinienkerne?

Pinienkerne kommen ausschließlich von wild wachsenden Pinien und werden in Handarbeit geerntet. Letzters erklärt auch den recht hohen Preis für die Kerne. Zunächst dauert es ca. drei Jahre bis die Pinienkerne in den Zapfen der Nadelbäume herangereift sind. Sodann werden die Äste von den Bäumen geerntet oder die Zapfen von den Bäumen geschüttelt und aufgesammelt. Auch gepult werden sie in in aufwendiger Handarbeit. Die Kerne werden aus den Pinienzapfen gelöst und sodann von ihrer dicken Schale und Samenhaut befreit. Übrig bleibt der cremefarbene Kern, den wir im Supermarkt kaufen können. In Europa kommen Pinienkerne überwiegend aus Spanien.

Warum sie gesund sind

Pinienkerne enthalten viele Vitamine, unter anderem A, B1, B2, B3 (Niacin), die unter anderem das Immunsystem stärken, die Haut regenerieren, Muskeln und Nerven stärken, aber auch bei der Umwandlung von Proteinen, Fetten udn Kohlenhydraten behilflich sind. Auch die Reichhaltigkeit an Mineralstoffen wie Eisen, Phosphor und Kalzium macht die kleinen Kerne zu guten Nährstofflieferanten. Zudem enthalten Pinienkerne sehr viel vom Spurenelement Selen, welches zu den essenziellen Nährstoffen zählt und daher mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Selen schützt vor freien Radikalen, hält damit unsere Haut jung und es beugt Infektionen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebserkrankungen vor.

Verwendung von Pinienkernen

Pinienkerne sind vielseitig verwendbar. Wie eingangs erwähnt findet man sie in jedem guten Pesto. Aber auch als Zutat für Salate, Saucen oder Kuchen spielen die Pinienkerne eine Rolle. Die Kerne sind recht weich, sie schmecken fein, leicht harzig und dezent mandelartig. In der orientalischen und mediterranen Küche werden sie regelmäßig verwendet, aber auch bei uns werden Pinienkerne immer häufiger angeboten und verwendet. Am besten schmecken sie, wenn man sie in einer Pfanne kurz anröstet, dadurch entfalten sie ihr volles Aroma.